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David Mitchell:
Der 13. Monat
Gebundene Ausgabe: 496 Seiten
19,90 Euro
Rowohlt Verlag
Mitchells subtilstes, melancholischstes und lustigstes
Buch.
Dreizehn Monate, in denen Jason Taylor vom Nicht-mehr-ganz-Kind zum Noch-nicht-ganz-Erwachsenen wird, sind der Zeitraum, in dem sich die für David Mitchell überraschend geradlinige Handlung vollzieht. Der Hintergrund wird vom Kleinstadtleben gebildet,von der trügerischen bürgerlichen Idylle, vom England der 80er Jahre mit Margaret Thatcher
und dem Falklandkrieg.
In diese Zeit fällt die Trennung von Jasons Eltern, seine erste Liebe, der Tod eines Bekannten, die erste Verliebtheit, der erste Schmerz, die Entdeckung des eigenen Mutes - und nichts davon ist oberflächlich geschildert. Die Atmosphäre ist präzise und detailliert getroffen, und die Empfindungen, die in diesem Buch übermittelt werden, teilen sich
unmittelbar und intensiv mit, ohne daß sie direkt beschrieben werden müssten. Ich kann mich nicht erinnern, jemals ein Buch gelesen zu haben, in dem das Heranwachsen so exakt und so wahrheitsgetreu geschildert worden wäre.
Oh ja, und Eva Crommelynck aus dem "Wolkenatlas“ taucht wieder auf.
Besprechung von Jan Martin Löhndorf
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