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LesetippDie Abbildung des Buchtitels kann durch Anklicken vergrößert werden. Geerd Dahms Die erste umfassende Dartsellung des Hamburger Gängeviertels führt zurück in das 16. und 17. Jahrhundert, als durch zunehmende bauliche Verdichtung einer der größten Slums in Europa entstand: das Gängeviertel der Hamburger Altstadt. Nicht selten hausten mehr als 25 kinderreiche Familien in nur einem der verwahrlosten, mehrfach aufgestockten Fachwerkhäuser. Prostitution und Kriminalität waren an der Tagesordnung. Zehntausende Menschen lebten hier in etwa 6500 Wohnungen in mittelalterlich anmutenden Verhältnissen - einer großen und wohlhabenden Handelsstadt unwürdig. Selbst die verrufenen Londoner Slums sollen dagegen auf Zeitzeugen eher harmlos gewirkt haben. Erst Anfang des 20. Jahrhunderts ließ der Senat die Gänge, Twieten und Höfe abreißen, um Platz für glanzvolle Einkaufsstraßen wie die Mönckebergstraße und bald darauf das Kontorhausviertel mit dem Chilehaus zu schaffen. Dabei kam es zu pekulationsgeschäften, Geheimnisverrat und Betrug in ungeahntem Ausmaß. Im letzten Drittel des Buches werden die unlauteren Machenschaften der damaligen Hamburger Honoratioren sehr detailiert beschrieben. Wer die heutige Innenstadt um Spitalerstraße, Sprinkenhof, Chilehaus und Kontorhäuser kennt, kann sich gar nicht vorstellen, wie es dort vor rund 100 Jahren aussah. Der Autor beschreibt dies nicht nur, sondern er belegt es auch mit sehr vielen Bildern. Den Großteil seines Materials hat Geerd Dahms im Hamburger Staatsarchiv zutage befördert, das dort seit Jahrzehnten unbeachtet und vergessen in den Akten lag. Geerd Dahms hatt ein herausragendes Werk geschaffen, daß ein bisher unbeleuchtetes Kapital der Hamburgischen Geschichte aufschlägt, voller Spannung und Informationen. Zur Zeit arbeitet der Autor am zweiten Teil. Das Hamburger Gängeviertel - Neustadt. Beachten Sie bitte auch unsere vorangegangenen
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